viel und dennoch nichts

 

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Apokalypse

Sie ist nicht fern.
Sie ist nicht nah.
Sie wird kommen, euch zu holen.
Rettung gibt es nicht.

Angst ihr Symbol.
Leben ihr Feind.
Tod ihre Waffe.
Gnade ihr fremd.

Pest ein Bote.
Kindertod eine Warnung.
Glaubt nicht, ihr seit sicher.
Sie ist ?berall.

Dies, ihr Menschen, bedeutet euch nichts.
Ihr glaubt mir nicht.
Es interessiert euch nicht.
Doch es bleibt nicht viel Zeit.

Irgendwann wird sie kommen.
Auf ihrem hohen Pferd.
Mit Schwert, mit Blut,
Mit Krankheit, mit Hass.

Ist es zu sp?t?
Ich denke schon.
Was soll euch noch retten?
Ihr habt es verbaut.

Sie ist noch nicht da.
Doch sie ist auf dem Weg.
Ihr werdet Angst haben,
Aber nicht lang.

Gott wird euch nicht helfen.
Es ist eure Schuld-
Ihr habt ihn gesto?en.
Was soll er noch helfen?

Sterbt nicht auf dem R?cken.
Sterbt zumindest auf Knien.
Sterbt in W?rde,
Auch wenn ihr es nicht verdient!

31.7.04 13:29


Wahnsinn

Lieber Gott, oh sage mir,
Was geschieht mit mir?
Alle Gedanken, alle Gef?hle sind wie ein rei?ender Fluss,
Ein rei?ender Fluss voll Leben und Tod.

Oh Gott, was geschieht nur mit mir?
Sag es doch, erz?hl es mir!
Schaurige Wogen, durchfluten mein Sebst.
Wei? weder ein noch aus, noch wer mir hilft.

Mein Gott, wo bin ich?
Hast du mich hier her geschickt?
Diese Welt ist nicht normal.
Was soll ich hier?

Jede Welle der Gef?hle sich schmerzlich an mir vergeht.
Ob Leid, ob Tod, ob Hass,
Ob Liebe, ob Freude, ob Leben.

Kann mir keiner helfen?
H?rt niemand mein Rufen?
Wo bin ich? Sagt\'s mir doch!
Ich f?hl mich so allein.

H?rt denn niemand mein Betteln, mein Flehn?
Sp?rt niemand das Grauen, in dem ich gerad bin?
Wenn es dich gibt, oh Herr, helf mir doch!
Lass den Teufel nicht her, halt ihn doch weg von mir.

Mein ganzes Handeln, bestimmt von Ekstase.
Ich will hier weg, zur?ck nach Haus.
Zur?ck zu ihr, mein Engel in der Not.
Doch mein Engel, wirklich ein Engel ist.

Ich vermisse sie, ich liebe sie.
Ich will nur zu ihr.
Na gut, du Teufel, nehme mich!
Tu und gib mir Ruh.

Langsam, ertrink ich in dem Fluss.
Langsam, gleite ich hinab.
Langsam, geh ich zu ihr.
Langsam, sink ich in mein Grab.
23.7.04 22:40


Selbstmord

Was treibt Menschen dazu? Was muss einem Menschen passiert sein, um das Ende als L?sung zu w?hlen? Welchen Beitrag haben andere dazu gebracht? Was geht in so einem Menschen vor? Wie kann man ihn verstehen?
Der Selbstmord is das Ende des Leides, aber zeugt der Selbstmord nicht von Feigheit?
Er zeugt einfach von mangelnden F?higkeiten. F?higkeiten mit der Welt klar zu kommen, zu Vertrauen und noch andere, die das soziale Wesen betreffen. Denn diese Menschen haben meist gro?e Probleme in ihrer sozialen Umwelt. Sie lassen wenige bzw. gar keine Menschen an sich. Sie wollen vielleicht Hilfe, aber ihnen f?llt es sehr schwer sie anzunehmen.
Woher das kommt? Das kann jemanden, der noch nie dar?ber nachgedacht hat, unbegreiflich sein, aber denken wir doch einmal dar?ber nach. Warum wird man den anderen Menschen gegen?ber so misstrauisch? Richtig, wenn man von anderen verletzt wird. Ja, ich wei?, man kann nicht alle Menschen unter einen Hut stecken, aber es gibt so etwas wie Erinnerungen.
Wenn man durch einen Menschen verletzt wurde, speichert sich das nicht einfach nur als Erinnerung ein, sondern es "brennt" sich auch in das Unterbewusstsein ein und bleibt da ewig. Vielleicht wird das "Mal" irgendwann schw?cher, aber es wird eben immer da bleiben.
Nehmen wir mal eine kleine Beispielsgeschichte:
Ein M?dchen wird von ihrem Vater missbraucht. Der Vater stellt eine wichtige Rolle im Leben eines Kindes da und es vertraut ihm.
Was ist wenn der Vater das Kind nun missbraucht? Nun da gibt es 2 M?glichkeiten, die von dem Alter des Kindes abh?ngen.
Die Erste w?re, wenn das Kind extrem jung ist und noch nicht wei?, was der Vater da macht. Das Kind w?rde jedoch merken, dass es nichts Gutes ist, weil es doch wehtun w?rde.
Die Zweite kann man sich denken.
Doch dies ist nur ein Beispiel, wie man verletzt werden kann.
Nun hat man Angst zu vertrauen, weil vielleicht die Chance besteht, dass einem noch mal weh getan wird. Aber irgendwann macht einen diese Einsamkeit wahnsinnig und man will nicht mehr. Nur nicht mehr allein sein, aber da ist immer noch diese Angst, die im Unterbewusstsein ihr Unwesen treibt und wenn dann das Mal noch sehr gro? ist, h?lt man es nicht aus und will sich selbst umbringen. Warum? Weil es die einfachste L?sung ist.
Der Mensch ist so veranlagt, dass er immer die einfachste L?sung w?hlt. Das ist einfach so und Selbstmord ist die einfachste L?sung, denn Therapie ist f?r den Menschen ziemlich belastend und kostet Zeit. Suizidgef?hrdete sind meist sehr ungeduldig.
Wenn man viel Gl?ck hat, kommt an so eine Person halbwegs dran. Man darf sie nicht wie andere Menschen behandeln, weil sie halt etwas Besonderes ist. Das sollte man ihnen aber wiederrum nicht zu deutlich zeigen, denn dann denken sie, sie sind anders, dies jedoch eigentlich nicht wollen.
Ich gebe zu, es ist schwierig mit so jemanden fertig zu werden. Aber wenn man das schafft, kann man sagen, dass man das Vertrauen von ihnen f?r immer gewonnen hat.
Sie sollten niemanden verurteilen der Selbstmord begeht, sie sollten lieber nach den Gr?nden suchen. Es gibt immer welche! Aber wenn derjenige noch lebt, sollten sie so wenig Fragen wie m?glich stellen, sondern ihn von sich aus erz?hlen lassen.
Auch wenn sie vielleicht ihre Hilfe ablehnen, wollen sie die innerlich doch. Also seien sie da, wenn sie ihre Hilfe mal ausdr?cklich wollen.
5.7.04 15:10


Drogen

Drogen? Sind sie so b?se, wie wir immer alle glauben? Ich meine, warum nehmen manche Menschen Drogen? Was f?hlen sie dabei? Was gibt ihnen eine Droge, was sie von anderen Menschen nicht bekommen? Kann es sein, dass es die betreffenden Leute, es nicht mal selbst in Worte fassen k?nnen?
Ich sehe schon wieder meine Ethiklehrerin vor mir, die meint, ich w?rde schon wieder zu viele Fragen stellen. Aber ich denke, man kann gar nicht genug Fragen stellen, schon gar nicht bei so einem Thema!
Kann eigentlich nicht alles eine Droge sein?
Vielleicht werde ich ja von Pl?tzchen s?chtig. Ich glaube es ist das Beste, wenn ich mich erst mal in einem W?rterbuch ?ber das Thema Drogen schlau mache.
Fehlanzeige, es gibt keine Begriffserkl?rung, aber warum? Sind Drogen schon so allgemein, dass man glaubt jedes Kind wei?, was es ist?
Ich pers?nlich finde auch, dass man zu lange versucht, die Kinder von Drogen fernzuhalten. Am besten man erz?hlt gar nicht mal, dass es sie gibt.
Die meisten finden es gut so, aber sie denken einfach nicht weiter. Was passiert wenn die Kinder jugendlich sind? Irgendwann kommen sie mit Drogen in Kontakt, und was dann? Sie wissen nicht was es ist, aber es ist neu und aufregend.
Und eh man sich versieht ist der kleine Sch?tzling abh?ngig und h?ngt an der Spritze.
Ist nun besser dem Kind von Drogen zu erz?hlen?
Nun, vielleicht ist es das, aber da gibt es auch Unterschiede!
Es gibt Bestimmt Eltern, die erz?hlen den Kindern nur wie schlecht Drogen sind und wie b?se die Kinder, die sie nehmen.
Aber versetzen wir uns mal in die Lage so eines Kindes. Was haben wir denn immer gewollt? Genau, wir wollten so gut wie m?glich den Anforderungen unserer Eltern zu entsprechen und wenn die sagen: ?Drogen sind schlecht!?, dann wissen wir, dass es die lieben Eltern nicht guthei?en, wenn wir etwas mit Drogen (wir wissen ja nicht mal, was man damit macht) zu tun haben.
So sagen wir: ?Ich werde nie Drogen nehmen.?, und f?hlen uns gut, weil unsere Eltern in diesem Augenblick stolz auf uns sind.
Aber so richtig aufgekl?rt werden diese Kinder auch nicht. Und wie enden sie manchmal? Nun, irgendwann kommt die altbekannte Pubert?t, in der man gegen die Eltern nur so rebellieren k?nnte.
Man ist in einer Disco, in die man eigentlich nicht sollte, aber wer h?rt schon auf die Eltern? Und wenn da noch jemand ankommt, der diverse Kleinigkeiten verkauft und man erinnert sich an die guten Eltern und ihre Meinung zu Drogen; und in diesem Augenblick fragt man sich, wenn auch nur unbewusst: ?Warum sind die so b?se, wie Mami und Papi immer behaupten?? Und da gibt es nur einen Weg das raus zu finden. Probieren! Und was kommt nach dem Probieren? Nat?rlich die Sucht.
Ich glaube das Beste ist, wenn man seinen Kindern die Drogen nicht wirklich verbietet, sondern ihnen lieber erkl?rt WAS Drogen sind, was dazu geh?rt und was sie letztendlich bewirken. Wenn das Kind nun tats?chlich s?chtig wird, kann das auf Probleme im Leben des Kindes hindeuten, die es alleine nicht bew?ltigen kann oder es hat solche Freunde und m?chte ?mitziehen?.
Aber sind Drogen nicht auch Sachen, wie Alkohol und Zigaretten? Ich meine, davon kann man auch s?chtig werden und sch?dlich k?nnen diese Sachen auch sein.
Warum sind die dann legal?
Meine Meinung ist, dass da das Ph?nomen mit der Erziehung auch auftritt.
Nun ja, nat?rlich gibt es auch Ausnahmen, ich bin schlie?lich auch eine. Denn ich genoss eine Erziehung in der ich aufgekl?rt wurde und in der es mir nicht direkt verboten wurde zu Rauchen und Alkohol zu trinken. Aber dennoch tue ich es. Also woran liegt es?
Bin ich anders? Habe ich meinen Eltern damals nicht zugeh?rt? Es schmeckt mir einfach. Das ist alles. Wenn es mir nicht schmecken w?rde, w?rde ich es ja nicht machen, oder? Obwohl, ich glaube auch, das viele Menschen nur Kavier essen, weil es teuer ist und es somit Macht ausstrahlt. Aber ich kann bewusst sagen, zu diesen Menschen geh?re ich nicht!
Aber Moment mal, das k?nnte auch bei der L?sung meines Konfliktes helfen: das Schlagwort ?Ausstrahlung?!
Tun mache es nur, weil sie glauben, dass sie dadurch eine bestimmte Wirkung auf ihre Umwelt erzielen? Wenn, was f?r eine? Es k?nnte sich lohnen, mal dar?ber nachzudenken.
Also was bedeutet die Ausstrahlung f?r solche Leute eigentlich? Wie kommen sie ?r?ber?? Viele Jugendliche glauben auch: wenn man etwas tut, was den Eltern nicht gef?llt, ist man ?cool?. Aber ich w?rde sagen, es mangelt wieder an Aufkl?rung.
Ich w?rde nicht sagen, dass ich niemals welche nehmen werde, zumal Zigaretten und Alkohol auch unter Thema Drogen fallen, wenn es nach mir ginge. Und damit h?tte sich die Sache eh schon bei mir erledigt.
Aber wer wei?, was in meinem Leben noch passiert, ich werde bestimmt noch oft dar?ber nachdenken, was ich in meiner Jugend schreibe.
Aber es eine Verbindung zwischen mir und Drogen geben wird, steht in den Sternen.
5.7.04 13:48


?Ein B?ndelchen Widerspruch?
Zitat aus dem Tagebuch der Anne Frank

In dem Tagebuch bezeichnet sie sich selbst als ?ein B?ndelchen Widerspruch?. Aber wie kam sie eigentlich auf diese Bezeichnung? Sie kommt in 2 Eintr?gem vor. Im ersten wird es nur einmal am Schluss genannt. Der andere Eintrag handelt nur dar?ber.
Aber nun stellt sich die Frage, was hat sie gemeint?
Fangen wir an mit dem Eintrag vom Freitag, dem 21. Juli 1944. Dort hei?t es:? Ich bin viel zu fr?hlich, um logisch zu sein bei der Aussicht, dass ich im Oktober wohl wieder auf der Schulbank sitzen kann! Oh, l?, l?, habe ich nicht gerade noch gesagt, dass ich nicht voreilig sein will? Vergib mir, ich habe nicht umsonst den Ruf, dass ich ein B?ndelchen Widerspruch bin!?
Was meinte Anne damit? Wer gab ihr den Ruf? Und woher kommt dieser?
Ein einziger Satz wirft in dem Leser viele Fragen auf- Und nat?rlich beginnt man nachzudenken.
Man sollte sich erst mal in ihre Lage versetzen. Wir sind ein Jugendlicher der sich in einer sehr merkw?rdigen Lebenssituation befindet. Es ist nat?rlich ziemlich schwer sich in so etwas hineinzuversetzen, aber man sollte es wenigstens versuchen. Wir leben mit Leuten, die wir vielleicht ?berhaupt nicht kennen auf engstem Raum und das 24 Stunden am Tag, 2 Jahre lang und ohne Unterbrechung. W?rden sich da nicht manchmal Widerspr?che bilden? Bei einem normalen jugendlichen Menschen kommen auch Widerspr?che zustande. Was einem einst v?llig unwichtig erschien, bekommt pl?tzlich eine ganz neue Bedeutung f?r sich selbst. Wie wird es dann sein, wenn man durch den schrecklichen Druck der Angst ausgesetzt ist? Ist man dann nicht noch schlimmer?
Aber bevor man sich verf?ngt und irgendwann gar nicht mehr wei?, worum es ging, sollte man sich ausgiebig mit dem Eintrag vom Dienstag, dem 1. August 1944, besch?ftigen (der ?brigens der letzte Eintrag von Anne war). In diesem Eintrag beschreibt sie den Widerspruch in sich selbst und au?erhalb von ihr.
Sie fragt sich, was Widerspruch bedeutet und stellt f?r sich selbst 2 Bedeutungen fest:
?Widerspruch von au?en und Widerspruch von innen?.
Ab diesem Augenblick ist sie selbst das Beispiel. Sie zeigt was es mit dem ?B?ndelchen Widerspruch? auf sich hat. Darauf hat der Leser eigentlich gewartet, aber sie macht es uns nicht gerade leicht.
Sie beschreibt ihre Seelen und ihre Unterschiede und am wichtigsten wie sie sich widersprechen.
Sie erz?hlt von ihrer ?u?erlichkeit, die wie bei jedem normalen Jugendlichen ist:
?Die eine Seite beherbergt meine ausgelassene Fr?hlichkeit, die Sp?ttereien ?ber alles, Lebenslustigkeit und vor allem meine Art, alles von der leichten Seite zu nehmen.?
Das ist also die Natur von Anne Frank, die alle Welt kennt. Aber bevor man sich ?berlegung zu dieser Angelegenheit macht, sollte man die andere Seele kennen lernen, um den Widerspruch ?berhaupt zu sehen:
?Diese Seite sitzt meistens auf der Lauer (gemeint ist die Seite, die von mir oben schon gemeint ist) und verdr?ngt die andere (!!!), die viel sch?ner, reiner und tiefer ist.?
Nun hat Anne gerade erz?hlt, welche Seele st?rker ist und wie die andere ist. Sie ist sentimental uns sensibel, denn sonst w?re die 1. Seele nicht immer die Vorherrschende. Au?erdem glaub ich auch, dass sie sch?chtern ist, denn daher r?hren auch diese Schw?chen.
Stark und schwach, oberfl?chlich und tief, selbstbewusst und ?ngstlich, das sind die ganzen Gegens?tze die Anne meinte.
Aber von der tiefen Seele wei? ja keiner etwas. Wie kommt sie da zu ihrem Namen? Nun, man k?nnte sagen, dass es an der Pubert?t liegen k?nnte. Oder sind nicht alle mal ein B?ndelchen Widerspruch?


4.7.04 20:41


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